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Frisches Brot im Herzen der Steiermark, das gibt es schon seit mehr als 300 Jahren beim „Weinrebenbäcker“ Sorger. Erstmals in Aufzeichnungen erwähnt wurde der Name „Weinrebenbäck“ im Jahre 1688 – der Name kommt von einem alten Weinrebenstock, der die Fassade des Stammhauses hinaufwuchs. Heute gibt es knapp 30 Filialen in der ganzen Steiermark, die ihre Kundinnen und Kunden mit der hauseigenen Bäckerei und Konditorei in Eggenberg in Graz versorgen. In den Gastronomiefilialen kann man nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch eine Vielzahl von saisonalen Speisen genießen.

Sorger Bio-Brote

Um über Jahrhunderte hinweg hohen Qualitätsansprüchen genügen zu können, braucht es auch Innovation – die Kundinnen und Kunden sollten immer wieder mit neuen Produkten überrascht werden. Bereits in den Siebzigerjahren gab es die ersten Bio-Brote, seit Jahren wird ausschließlich Mehl aus österreichischem Getreide für die Erzeugung aller Produkte verwendet. Doch nun wurde der nächste Schritt gesetzt: Seit Jänner 2014 wird der Großteil der zahlreichen Brotsorten aus rein steirischem Bio-Roggen und Bio-Dinkel in den Filialen der Bäckerei Sorger angeboten.

Einen erheblichen Teil tragen dazu die Schafler-Mühle aus Gersdorf und der Bio-Landwirt Martin Hamker aus Ilz bei. Martin Hamker hat bereits vor Jahren seine Landwirtschaft auf einen Bio-Betrieb umgestellt und Markus Schafler hat in die Infrastruktur der Mühle investiert – so ist die genaue Zuordenbarkeit von der Anlieferung des Getreides bis hin zum Transport des Mehls zum Bäcker zurückverfolgbar. Damit kann gewährleistet werden, dass genau das gewünschte steirische Getreide zu Mehl für die Bäckerei Sorger vermahlen und ausgeliefert wird.

Martin Hamker stellte im Jahr 2002 seine Landwirtschaft auf einen Bio-Betrieb um, da er den Wunsch hatte, mehr im Einklang mit der Natur zu arbeiten. Das hieß Verzicht auf Pestizide, Wachstumsregler und jegliche Produkte, die chemisch-synthetisch hergestellt werden und nicht auf natürliche Weise in der Natur vorkommen. So gibt es kein übermäßiges künstliches Wachstum, das Krankheiten und Schädlinge begünstigt. Bio-Betriebe zeichnen sich durch eine für die Natur schonende Fruchtfolge aus und weisen dadurch eine wesentlich größere Vielfalt auf. Der Boden bleibt möglichst nicht unbedeckt und ist somit nicht der Erosion ausgesetzt. Bio bedeutet auch aktive Förderung der Artenvielfalt am Acker, da die Beikräuter nie ganz vernichtet werden, sondern in beschränktem Maße Teil des Bewirtschaftungssystems sind. Die Umstellungsphase des Betriebes war nicht einfach. Die Produkte dürfen aufgrund der gesetzlichen Vorschriften die ersten zwei Jahre noch nicht als Bio-Speisewaren vermarktet werden, gleichzeitig bedeutet diese Umstellung einen Ernterückgang von 20 bis 30 Prozent. Auch musste erst eine für den Betrieb passende Fruchtfolge entwickelt werden. Diese hat sich über Jahre entwickelt und gewährleistet heute einen wirtschaftlich erfolgreichen und stabilen Betrieb. Das Unternehmen erfüllt selbstverständlich die strengen Standards von Bio Austria.

Wie die Bäckerei Sorger ist auch die Schafler-Mühle seit Generationen ein Familienbetrieb, sie wurde bereits 1507 erstmals urkundlich erwähnt. Damals wurden Mühlen noch mit Wasserrädern betrieben, bis zum heutigen Tage wurde daraus einer der modernsten Mühlenbetriebe Europas. Dem ökologischen Grundgedanken folgend werden erneuerbare Energiequellen und schonende, technologisch modernste Produktionsverfahren eingesetzt. Laufend werden Investitionen getätigt, um den Kundenbedürfnissen und neuesten Ernährungstrends gerecht zu werden. Dazu gehören zum Beispiel auch die Installation einer Dinkelschälanlage und die Inbetriebnahme einer Spezialmühle zur Dinkelverarbeitung. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die regionale Wertschöpfung, das Getreide wird so weit wie möglich direkt von landwirtschaftlichen Betrieben aus der unmittelbaren Region zugekauft.

Das Getreide wird also in der Bio-Landwirtschaft von Martin Hamker im oststeirischen Kulmland und weiteren ansässigen Bio-Bauern angebaut, von dort direkt in die nur wenige Kilometer entfernte Schafler-Mühle gebracht und zu Mehl für die Bäckerei Sorger vermahlen. Die Transportwege sind kurz, damit wird die Umwelt durch eine geringere CO2-Belastung geschont, es werden keine Ressourcen verschwendet und auch die Wirtschaftsregion Oststeiermark wird gestärkt. Zwischenhändler gibt es nicht, was eine bessere Bezahlung der Landwirte ermöglicht, ohne das Endprodukt teurer zu machen. Denn gesunde Lebensmittel sollen schließlich für jeden leistbar sein!

In der Grazer Backstube werden schließlich auf natürliche Weise Brote in bester Bioqualität hergestellt. Durch aufwändige Herstellmethoden nach traditioneller Handwerkskunst kann auf die Verwendung von Zusatzstoffen verzichtet werden. Der Teig wird ausschließlich mit Natursauerteig gelockert. So kann die Bäckerei Sorger heute zahlreiche Bio-Produkte in bester handwerklicher Qualität anbieten, um einen wertvollen Beitrag zum Wohlbefinden und zur Gesundheit der Kunden zu leisten.

 

Albin Sorger „Zum Weinrebenbäcker“ ist ein Partnerunternehmen der Initiative “Graz isst Graz”. Nähere Informationen zur Bäckerei gibts hier.

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