Bewusst und bio kaufen, trinken und essen – Labels und Gütezeichen für ein lebenswertes Österreich

Wer sich bewusst für den Kauf von nachhaltigen Produkten entscheiden und im Vorfeld alle wichtigen Informationen erhalten möchte, findet auf der Website bewusstkaufen.at Einkaufsratschläge, Nachhaltigkeitslabels, biologische Produkte und auch Informationen von Händlerinnen und Händlern, die sämtliche Waren aus den Bereichen Essen und Trinken, Haushalt und Geräte, Bauen und Wohnen, Energie, Pflanzen und Garten an die Frau oder den Mann bringen wollen.

Eine Nachhaltigkeitscheckbox gibt den Endverbrauchenden einen sofortigen Überblick, welche Bioleitlinien erfüllt sind und wie sich der Kauf bzw. die Produktion im Vorfeld auf den Gesamtkreislauf auswirken. In der Bewusstkaufen-Produktdatenbank verrät eine Detailseite sämtliche Nachhaltigkeitskriterien zu jedem eingetragenen Produkt sowie Kriterien, die nicht erfüllt werden. Grüne Häkchen und graue X machen die Kaufentscheidung im Zeichen des Umweltschutzes einfacher.

Alleine in den Produktkategorien Essen und Trinken sind knapp 1.100 Treffer angeführt. Sie umfassen alkoholfreie Getränke, Bier, Brotaufstriche, Eier, Essig, Fisch, Fleisch und Fleischprodukte, Fleischersatzprodukte, Geflügel, Getreide und Getreideprodukte, Gewürze, Honig, Kaffee, Meeresfrüchte, Milch und Milchprodukte, Nüsse und Kerne, Obst und Gemüse, Öle, Reis und Teigwaren, Schokolade und Süßwaren, Sojaprodukte, Tee, Wein und Spirituosen.

Ungesundes – gesund hergestellt

In einem unserer letzten Beiträge haben wir von GRAZ ISST GRAZ dem Biowein genauer auf seine Trauben gefühlt. Dabei wurde rasch klar: Auch alkoholische Getränke können und sollen Kriterien der nachhaltigen und biologischen Herstellung erfüllen. Es zahlt sich aus, auch im lebensmitteltechnisch gesehen ungesünderen Bereich auf Umweltkriterien zu achten!

Heute gehen wir in unseren Nachforschungen noch eine Stufe weiter und nehmen Spirituosen unter die Lupe. Denn der Sommer ist auch die Jahreszeit der langen – besser: kurzweilig verbrachten – Nächte, in denen so manche und mancher ein Gläschen auf der Terrasse sitzend mit lieben Menschen genießt. Gleich vorweg: Der Kater nach dem Konsum von nachhaltig erzeugten hochprozentigen Getränken fühlt sich alles andere als biologisch an, daher ist immer zu einem gesunden Maß zu raten.

Von Lebensgeistern und Hochprozentigem

WhiskeySpiritus bedeutet im Lateinischen Hauch, Atem oder Lebensgeist und meint im übertragenen Sinne ein Getränk, das sich auf den Geist auswirkt. Das ist symbolisch aufzufassen, denn gemeint sind mit Spirituosen starke, alkoholhaltige Getränke wie Branntweine oder Liköre, die nach dem Spirituosenkodex mindestens 15 Volumsprozent Alkoholgehalt aufweisen.

Alleine in Österreich werden an die 110.000 Hektoliter hergestellt. Angesichts dieser Zahlen wird schnell klar: Ja, es wirkt sich tatsächlich aus, bei deren Konsum auch auf die Herstellungsweise zu achten, um dem Umweltschutz gewogen zu bleiben. Statistisch gesehen spielen die Hochprozentigen neben Bier und Wein eine untergeordnete Rolle. Inländerrum und Jagatee machen noch den größten Exportanteil in diesem kleineren Sektor aus, gefolgt von Obstbränden und Likören.

Auch Spirituosen werden aus landwirtschaftlichen Produkten hergestellt, deren Anbaumethoden der jeweiligen Rohstoffe mehr oder weniger stark ins biologische Gewicht fallen. Speziell der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln stellt ein Merkmal für Nachhaltigkeit dar. Spirituosen können – wie Weine – folgende Kriterien erfüllen:

  • biologische Produktion: Dazu muss die EU-Bio-Verordnung 834/07 eingehalten werden. Auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche mineralische Düngemittel muss verzichtet werden. Im Fokus stehen auch hier die Förderung der Artenvielfalt und der Naturschutz bei Getreide- und Getreideprodukten, Reis und Teigwaren und die artgerechte Tierhaltung und Fütterung mit biologisch produzierten Futtermitteln bei tierischen Produkten.
  • soziale Fairness: Sämtliche Leistungen im Sozialbereich beruhen auf dem Prinzip der Fairness, etwa angemessene Entlohnung und faire Preise, die sich an der Wertschöpfungskette orientieren.
  • umweltschonende Verpackung: Spezifische Anforderungen schließen bestimmte Materialien wie PVC oder Aluminium aus.
  • Gentechnikfreiheit: Produkte aus biologischer Produktion sind grundsätzlich ohne Gentechnik herzustellen. Erfreulicherweise umfasst diese Verordnung auch immer mehr konventionell hergestellte Produkte, da sich das bürgerliche Bewusstsein dafür geschärft hat.

Und wo gibt es sie nun zu kaufen, die biologischen und nachhaltig hergestellten Hochprozentigen?

Zum Beispiel in unserer grünen Heimatstadt oder etwas auswärts:

LAVA als Synonym für Bio

Wenn es schon ein malziges oder hochprozentiges Getränk sein soll, dann bitte in der Technologie und im Produktionsverfahren so fortschrittlich wie möglich. Die Vulkanlandbrauerei machte sich das seit 2002 mit der Marke LAVA Bräu zum Ziel. Seit 2007 wurde auf Malz aus biologischem Anbau umgestellt, die Rohstoffe werden schonend gewonnen, vergoren und weiterveredelt. Seit 2003 bereichert auch ein Whiskey, der nach denselben Kriterien hergestellt wird, die Produktpalette: Der sogenannte BRISKY, im Eichenfass gereift, wird als österreichischer Bio-Whiskey verkauft. Sämtliche Rohstoffe sind biozertifiziert und stammen aus dem Mühlviertel in Oberösterreich. Als Biomais, der schonend getrocknet und noch keimfähig weiterverarbeitet wird, und als Bioroggen kommen Produkte aus dem Steirischen Vulkanland, von Biobauer Heinz Unger, zum Einsatz.

Lasst euch von GRAZ ISST GRAZ inspirieren, auch eure flüssigen Feierabendgenüsse ganz ins Zeichen der Nachhaltigkeit zu rücken!

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