Nimm die Null!

An den Osterfeiertagen haben Eier Hochsaison. Doch Ei ist nicht gleich Ei: Der Gedanke an Legehennen in winzigen Käfigen verdirbt schnell den Appetit. Daher ist es wichtig, beim Kauf von Eiern auf die genaue Kennzeichnung zu achten: 0 AT 1234567 – die führende 0 zeigt, dass es sich um ein Bio-Ei handelt, AT steht für Österreich, darauf folgt die Betriebsnummer. Wir nehmen die Null, denn in unser Osternest kommen nur Bio-Eier! Ein praktisches Tool stellt der Verein „Österreichische Eierdatenbank“ online zur Verfügung: Einfach den Code vom Ei eintippen und sofort erfahren, von welchem Betrieb das Ei stammt und wie die Hühner gehalten werden – neben der 0 für die Bio-Haltung gibt es noch Freilandhaltung (1), Bodenhaltung (2) und Käfighaltung (3).

Henne Hanka

So weit, so nachvollziehbar. Doch nicht immer ist es so einfach: Bei Ostereiern zum Beispiel ist der Code unter der Farbe meist nicht erkennbar. Nur wenn die Null druntersteht, darf auch „bio“ draufstehen. Und bei weiterverarbeiteten Produkten muss überhaupt nicht angegeben werden, woher die Eier stammen. In Österreich dürfen Hühner zwar nicht mehr in Käfigen gehalten werden, doch in knapp zwei Drittel aller verarbeiteten Produkte mit Eiern (z.B. Nudeln, Kekse, Gerichte in der Gastronomie …) werden Import-Eier aus Käfighaltung verwendet! EU-weit sind konventionelle Legebatterien mittlerweile verboten, aber die Haltung in „ausgestalteten“ Käfigen, die etwas mehr Raum bieten, ist erlaubt. In solchen Käfigen hat jedes Huhn ein wenig mehr Platz als ein DIN-A4-Blatt. Zum Vergleich: Ein Bio-Huhn hat mindestens 10 m2 Auslauf im Freien.

Regionale und biologische Lebensmittel sind nicht nur gut für unsere Gesundheit, sondern auch für unsere Umwelt und unsere Landwirtschaft.
Bedrana Ribo, Grüne Gemeinderätin in Graz

Schon gewusst?

Jeder Österreicher und jede Österreicherin isst im Schnitt 235 Eier im Jahr. Die meisten Legehennen in Österreich, nämlich über zwei Millionen, gibt es in der Steiermark. Sie legen 600 Millionen Eier im Jahr, das ist mehr als ein Drittel aller österreichischen Eier. Von den österreichischen Eiern stammen ca. 10 Prozent aus Bio-Haltung, etwa 20 Prozent aus Freilandhaltung und rund zwei Drittel aus Bodenhaltung. Eier sind die umsatzstärkste Bioware in Österreich, Bio-Eier machen rund 17 Prozent des Umsatzes aller in unserem Land verkauften Eier aus.

Mit dem Kauf von Produkten aus artgerechter Tierhaltung tragen wir Tag für Tag aktiv zum Tierschutz bei.
Andrea Pavlovec-Meixner, Grüne Gemeinderätin in Graz

Wir wünschen euch frohe Ostern und viel Spaß beim Bio-Eierpecken!
Wer dabei auf jeden Fall gewinnt? Die glücklichen Hühner 😉

Quellen: AMA-Marketing, Landwirtschaftskammer Steiermark, Bio Austria

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