Stadtgärtnern

Gemeinsam im Grünen – und doch mitten in der Stadt: Urban Gardening macht’s möglich. „Gegartelt“ wird überall, sei es in Gemeinschaftsgärten, auf ungenutzten Grünflächen im dicht bebauten Stadtgebiet, auf Dachterrassen, Fassaden oder Fensterbrettern. Warum sich gemeinsames Gärtnern so großer Beliebtheit erfreut? Die grünen Oasen stärken das Miteinander, bieten den Hobby-GärtnerInnen Raum zur Erholung und steigern die Lebensqualität. Darüber hinaus wollen sich mehr und mehr Menschen selbst mit Obst und Gemüse versorgen. Und nicht zuletzt leisten die Gärten einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Kleinklimas.

Mutter Erde (c) Heike Possert-Lachnit
(c) Heike Possert-Lachnit

Auch in Graz haben sich in den letzten Jahren mehrere Projekte etabliert. Die Gärten haben ganz unterschiedliche Schwerpunkte – manche wenden sich an Menschen mit Migrationshintergrund, andere an Studierende, wiederum andere wollen Alt und Jung zum gemeinsamen Gärtnern animieren. Eine Übersicht über Grazer Urban-Gardening-Projekte findet sich auf der Plattform „Gartenpolylog“. So gibt es zum Beispiel den „Generationen-Mitmach-Garten“ von Lieselotte Stauber, die ihren privaten Hausgarten alleine nicht mehr versorgen konnte, aber verhindern wollte, dass das Grundstück verkauft und verbaut wird. Seit mittlerweile schon drei Jahren wird der Garten nun gemeinschaftlich bewirtschaftet. Oder die Initiative „Mutter Erde“ (siehe Bild oben), bei der finanziell und sozial Bedürftige gemeinsam mit Gärtnerin Anneliese Scherz auf der Röhre des Plabutsch-Tunnels garteln.

Es tut sich also was beim urbanen Gärtnern in Graz – und das wird auch von der Stadt Graz anerkannt. Stadträtin Lisa Rücker überreichte im November 2013 den Umweltpreis der Stadt Graz an sieben Urban-Gardening-Projekte. Und das Umweltamt unterstützt die Initiativen im Rahmen seiner Möglichkeiten: Unter bestimmten Voraussetzungen wird die Anschaffung von verwendetem Gartenmaterial bzw. die Pachtkosten gefördert. Die Stadt Graz schätzt also den Beitrag der Gemeinschaftsgärten zu einer lebenswerteren Umwelt, dennoch gibt es bei deren Unterstützung noch Luft nach oben – zum Beispiel fehlt eine zentrale Ansprechstelle für Urban Gardening seitens der Stadt.

Leechgasse (c) Heike Possert-Lachnit
(c) Heike Possert-Lachnit

Wer Lust hat, einen eigenen Gemeinschaftsgarten in Graz zu gründen, sollte folgende Schritte befolgen:

  • Besitzverhältnisse der Fläche klären (privat oder Eigentum der Stadt?)
  • Kontakt mit EigentümerInnen aufnehmen und das Vorhaben vorstellen
  • Unterstützung bei den zuständigen Abteilungen der Stadt Graz suchen (Abteilung für Grünraum und Gewässer, Stadtplanungsamt, Umweltamt)

Viel Spaß beim gemeinsamen Gärtnern!

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