Superfood – natürlich biologisch, überraschend regional

Beim Superfood ist der Name Programm: Es tut unserem Körper gut, steigert die Konzentration, fördert die Verdauung, führt Vitamine zu und ist insgesamt der Gesundheit zuträglich. Wer aber glaubt, dass Superfood von weit her kommen muss und nur exotische Langzeitreisende wie Chiasamen, Gojibeeren oder Quinoa umfasst, der irrt – der Regionalität sei Dank – ganz gewaltig. Denn unser eigenes Land ist reich an Lebensmitteln, die ganz zu Recht den Namen Superfood verdienen.

Wir von GRAZ ISST GRAZ betonen, dass nur die heimische Ware, im Gegensatz zur Exportware, Umweltschutz gewährleistet. Der Hype um Gesundes aus dem Ausland birgt jedoch den Vorteil, die Gesellschaft für Lebensmittel dieser besonderen Kategorie zu sensibilisieren. Damit der Prophet im eigenen Land auch etwas gilt, rücken wir jenes Essen ins Zentrum, dessen ökologischer Fußabdruck so gering wie möglich bleibt – und diese Schritte sind nur durch eigene Erzeugung möglich. Unser Motto lautet demnach: Gesund ist, wer gesund und regional isst!

Was Superfood auszeichnet

Diese Lebensmittel liegen größtenteils über dem Durchschnitt in Bezug auf jene Eigenschaften, die als gesundheitsfördernd gelten. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, eine besondere Aminosäurevielfalt, ein hoher Proteingehalt und gesunde Fette führen die Liste der Vorteile an. Chiasamen, Gojibeeren, Quinoa und Avocado treffen hier ins Grüne – aber sie kommen aus China, Indien, der Mongolei, aus Tibet, Mexiko oder der Karibik. Sie sind somit nicht empfehlenswert im Sinne von GRAZ ISST GRAZ, auch wenn ihre Inhaltsstoffe für einen Verzehr sprechen.

Kürzere Transportwege und annähernd dieselbe Nährstoffdichte gefallen uns da schon deutlich besser. Biologische, regionale Superfoods zeichnen sich gegenüber anderen Lebensmitteln ebenso durch eine große Menge an Nähr- und Vitalstoffen aus, sie werden biologisch erzeugt oder wachsen gar im Wildwuchs und gelten als vollwertige Lebensmittel – es handelt sich also nicht um extrahierte Pflanzenstoffe. Voilà: Stolz präsentieren wir euch echte Alleskönner, Superfood der feinsten Sorte, das zu essen sich lohnt!

  • Karotte

KarottensaftBereits Säuglinge dürfen sie als Frühnahrung zu sich nehmen. Sie ist bekannt für ihren Reichtum an Vitaminen, für ihre Bekömmlichkeit und ihre Haltbarkeit. Die regionale Karotte ist gelb bis orange, selten weiß. Exportware kann auch violett sein, aber wir empfehlen, im Sinne der Umwelt auf unser regionales Superfood zurückzugreifen.
Die Karotte ist beliebt als Knabberspaß zwischendurch, als Gemüse, in Saucen, zu Hauptgerichten, zu Pikantem, in Süßem, aber auch als Dekoration. Und im Winter kommt ihr eine ganz besondere Aufgabe zu: Sie schmückt Schneemänner mit einem biologisch abbaubaren, bekömmlichen Riechorgan 😉

  • Tomate

Wer hätte das gedacht: Tomaten gehören zur Familie der Beeren. Mit manchen von ihnen gemeinsam haben sie nicht nur die Farbe, sondern auch die hervorragende Wirkung gegen freie Radikale, die das Immunsystem stärkt. Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und sogar Unfruchtbarkeit sagt man mit Tomaten erfolgreich den Kampf an! Der grüne Stängelansatz sollte übrigens unbedingt entfernt werden, denn er enthält Solanin, das in größeren Mengen giftig ist.

  • Knoblauch

Er wirkt blutdrucksenkend, verbessert die Blutzirkulation, ist für die Bildung wichtiger Aminosäuren geeignet, beugt Krebs vor, verbessert die Infektabwehr und hält ganz nebenbei auch noch Vampire – oder ungebetene Küssende – fern 😉

  • Artischocke

Magen, Leber und Galle profitieren vom Verzehr der Artischocke. Sie hat cholesterinstabilisierende Wirkung, enthält wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Provitamine. Ihr Geschmack ist außerdem wunderbar mit anderen Lebensmitteln kombinierbar.

  • Walnuss

WalnussWenn wir schon eines auf die Nuss bekommen, dann bitte auf diese! Ihr hoher Fettanteil lässt sie zwar nicht als Abnehmhilfe gelten, aber ihre vielen Omega-3-Fettsäuren machen sie zu einer Supernuss mit dem Zusatzbonus der heimischen Herkunft. Als perfekter Snack zwischendurch sorgen die Vitalstoffe für bessere Konzentration, egal ob roh, gekocht oder weiterverarbeitet. Diese Hirnnahrung sollte bei rauchenden Köpfen nicht fehlen!

  • Spinat

Frisch, zu Blockspinat gefroren, püriert, blanchiert oder im Ganzen verarbeitet – Spinat hat immer Saison. Am gesündesten ist mit Sicherheit die unbehandelte Variante. Der hohe Eisengehalt, wichtige Mineralstoffe, viel Eiweiß, die Regulation des Cholesterinspiegels und eine Unterstützung dabei, sich kalorienarm zu ernähren, sind die großen Vorteile der grünen Kost. Allerdings sollte beachtet werden, dass gekochter Spinat nicht länger stehengelassen wird, denn dann könnten Bakterien das Nitrat in Nitrit umwandeln. Wer außerdem unterstützend etwas Milch oder Sauerrahm beimengt, der bindet die Oxalsäure neben dem spinateigenen Kalzium besonders gut. Wer blanchiert, löst den Großteil der Oxalsäure schon im Vorfeld.

  • Mangold

Langsam wird das nährstoffreiche Lebensmittel bekannter – endlich! Denn als Verwandter des Spinats und beliebter Inhaltsstoff in Smoothies ist die Nährstoffdichte, kombiniert mit Blattgemüseeigenschaften, Provitamin A, Vitamin C, Vitamin B1, B2 und K, Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Folsäure und der Aminosäure Betain, ein deutlicher Vorteil. Der Körper wird bei der Blutbildung und der Entschlackung unterstützt. Mangold ist Gold wert in unserem Speiseplan!

  • Brennnessel

Sie brennt auf der Haut, interessiert uns aber auch brennend aufgrund ihrer guten Eigenschaften. Brennnesseln werden am besten mit Handschuhen gepflückt und weiterverarbeitet. Der relativ hohe Proteingehalt, kombiniert mit Vitaminen und Mineralstoffen, fördert die Entschlackung, lindert und hemmt Entzündungen und hilft sogar bei chronischen Gelenksbeschwerden. Außerdem wirken Brennnesseln antibakteriell, blutdrucksenkend und immunstärkend. Wer diese besonderen Nesseln roh genießen will, der legt sie in ein feuchtes Tuch und überrollt sie mehrmals mit dem Nudelholz – das deaktiviert die Brennhaare. Am besten junge Pflanzen ernten, da ältere wenig schmackhafte Verdickungen ausbilden können.

  • Rucola

RucolaIm Gegensatz zu anderen Salaten ist Rucola noch reicher an Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium, Zink, Kalium, Phosphor und Magnesium, an Vitamin A, C, E und K, an B-Vitaminen, Antioxidantien, sekundären Pflanzenstoffen und Folsäure. Durch die Bitterstoffe wirkt er positiv auf das Verdauungssystem und das Immunsystem. Außerdem ist Rucola durch die Optik auch ein Hingucker auf Pizza, Nudeln, Salat und in Saucen.

  • Heidelbeeren

Durch einen sekundären Pflanzenstoff sagt man diesen Wunderbeeren sogar die Fähigkeit nach, durch Stress auftretende Schäden zu reduzieren. Sie fördern außerdem die Merkleistung. Brombeere und schwarze Johannisbeere leisten dasselbe!

  • Weintrauben

Ihr Ruf ist gut – aber achtet darauf, dass ihr zu Bioqualität greift, damit ihr nicht Pestizide mit im Gepäck habt! Weiße, rote und blaue Trauben sind reich an Vitamin C, Kalium, Phosphor, Eisen, Magnesium, Selen, Vitamin E, Resveratrol und Stoffen, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel und den Blutkreislauf auswirken und die Zellerneuerung im Körper ankurbeln.
Weintraubenkerne sind übrigens nicht als lästiges Innenleben der Trauben zu betrachten, denn auch sie leisten eine ganze Menge: Sie enthalten Stoffe, die bei Neurodermitis, Schuppenflechte und Allergien helfen, die das Haarwachstum anregen, den Augen gut tun und das Wohlbefinden steigern. Kernlose Trauben gelten außerdem als sehr zuckerreich, da sie stark überzüchtet sind. Wir von GRAZ ISST GRAZ raten, nachdem wir ihrer wohltuenden Wirkung auf den Kern gefühlt haben: Greift zu Weintrauben mit Kernen! Es gibt sogar Traubenkernmehl zu kaufen, das jeden Smoothie aufwertet.

  • Hagebutte

Neben dem wenig bekannten Sanddorn ist die Hagebutte der größte regionale Vitamin-C-Lieferant. 400 mg Vitamin C pro 100 Gramm frischer Frucht lassen auch die Zitrone vor Neid erblassen. Die Hagebutte stärkt das Immunsystem, enthält Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineral- und Farbstoffe, reguliert die Darmaktivität, bindet Giftstoffe und fördert die Wundheilung. Galactolipide helfen außerdem bei Arthrose und schmerzenden Gelenken. Saison haben die kleinen Roten von Ende August bis in den November. Sie sollten nicht lange gelagert, sondern gleich zu Marmelade, Mus oder Ähnlichem weiterverarbeitet werden. Vorm Genießen sollten die kleinen Nüsse mit ihren Borsten innerhalb der Frucht entfernt werden.

  • Kürbis

KürbisMan erntet ihn im Herbst und lagert ihn so, dass er bis in den Winter hinein haltbar bleibt. Auf diese Weise findet die zu Suppen, Beilagen oder Hauptgerichten verarbeitete Speise viele Gourmets, die sich die positiven Eigenschaften zunutze machen: Die Verwandtschaft zu Melone, Gurke und Zucchini bedeutet Kalorienarmut und Wasserreichtum. Außerdem punktet der Kürbis durch Beta-Carotin, Vitamin A, C und E, Kalium, zahlreiche Ballaststoffe und Antioxidantien, wodurch unsere Haut geschützt, das Immunsystem gestärkt und die Sehkraft positiv beeinflusst wird. Giftstoffe werden schneller aus dem Körper geschwemmt und die Verdauung wird angeregt. Die Kerne schützen auch Blase und Prostata.

  • Paprika

Er besitzt viele gute Eigenschaften: Paprika verbessert die Blutzirkulation, reguliert den Cholesterinspiegel, dämpft den Hunger und regt den Stoffwechsel an. Auch er ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Der rote Genosse ist gesünder als der grüne, der im Vergleich mit einer Zitrone die doppelte Menge an Vitamin C beinhaltet.

  • Broccoli

Er wirkt durch die Zusammensetzung seiner Inhaltsstoffe stark antibakteriell. Broccoli entgiftet, enthält große Mengen an Kalium, Kalzium und Eisen sowie viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, wodurch das Krebsrisiko gesenkt und das Immunsystem angekurbelt wird. Er sollte frisch zubereitet und nur kurz gekocht werden, damit seine wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen.

  • Grünkohl

Mehr Kalzium als in Kuhmilch und mehr Eisen als in Fleisch ist im Grünkohl enthalten. Seine basische, entgiftende und die Verdauung unterstützende Wirkung macht ihn auch als Krankenkost beliebt. Allerdings tut man dem Grünkohl Unrecht, wenn man ihn alleine darauf reduziert. Als Superfood enthält er nämlich große Mengen an Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren.

  • Maroni

MaroniSie haben derzeit Hochsaison: Maroni, zur Familie der Nüsse gehörend. Sie sind so biologisch und regional, dass man sie in den heimischen Wäldern sammeln kann. Für Nüsse haben sie wenig Kalorien, gut verpackt in ein ansprechendes Gesamtpaket mit vielen Vitaminen, Antioxidantien, basischen Mineralstoffen, Mikronährstoffen und der Aminosäure Tryptophan, die unser körpereigenes Glückshormon Serotonin herstellt. Maroni gelingen im Backrohr besonders gut. Die kleinen Glücksbringer werden am besten eingeschnitten und kurz in Wasser eingeweicht, anschließend im Backrohr bei maximaler Hitze etwa 25 Minuten gebraten. Wer sie danach für wenige Minuten in ein nasses Geschirrtuch einwickelt, der kann sie besonders gut abschälen.

  • Hirse

Als glutenfreies Getreide ist Hirse speziell in der heutigen Zeit beliebt, in der Weizen und Co keinen so guten Ruf mehr besitzen. Hirse zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Eisen, Magnesium und Silizium aus und ist daher gut für Knochen, Gelenke, Haut, Haare und Nägel. Sie ist reich an Kohlehydraten und Eiweiß und darf gerne mehrmals wöchentlich genossen werden.

  • Leinsamen

Ihre mexikanischen Verwandten sind die Chiasamen, denen unsere regionalen Vertreter um nichts nachstehen. Ballaststoffe, Omega-3-Fettsäuren, viel Eiweiß, Folsäure, Aminosäuren, die Mineralstoffe Kupfer, Phosphor, Kalium, Magnesium und Kalzium machen diese kleinen Alleskönner zu wahren Gesundheitslieferanten. Geschrotet und im Müsli munden sie am besten.

  • Regionale Kräuter

Die Vielfalt unserer heimischen und regionalen Kräuter ist beachtlich – ebenso ihr Gehalt an Vitalstoffen. Das führt dazu, dass sie in größeren Mengen und speziellen Zusammensetzungen sogar als Medizin eingesetzt werden:
Salbei besitzt entzündungshemmende Wirkung, Lavendel entspannende, Rosmarin belebende, Basilikum entgiftende, Minze krampflösende, Melisse angstlösende Wirkung, Thymian wirkt hustenlindernd. Kräuter im Essen sind somit immer gesundheitsfördernd.
Oregano ist besonderes Augenmerk zu schenken, denn er wirkt als natürliches Antibiotikum, das den Körper stärkt, Parasitenbefall verhindert und bei Pilzinfektionen angewendet wird.

  • Sauerkraut

Wird Weißkohl durch Fermentation weiterverarbeitet, wird er noch gesünder, als er ohnehin schon ist. Mithilfe von Milchsäurebakterien entsteht nämlich Sauerkraut, das viele gute Bakterien enthält und die Darmflora unterstützt. Dabei handelt es sich um einen der größten Vitamin-B12-Lieferanten, die die Natur zu bieten hat. Verzehrt wird es am liebsten im Winter. In der kalten Jahreszeit ist es besonders gut für die Versorgung mit Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen geeignet.

  • Rote Rüben

Ihnen eilt ein sehr guter Ruf voraus. Und das absolut zu Recht, denn rote Rüben wirken sogar leistungssteigernd. Ihre besondere Kombination aus Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen, Folsäure und Vitamin C birgt eine ganze Reihe an Vorteilen, die sie zum Superfood machen: Sie entgiften den Körper, senken den Blutdruck, wirken als starkes Antioxidans und hellen die Stimmung auf. Übrigens sind sogar die Blätter genießbar, wenn sie wie Spinat oder Mangold weiterverarbeitet werden.

  • Kürbiskerne

KürbiskerneSie sind die Kerne der Superlative, denn sie liefern von allen pflanzlichen Lebensmitteln am meisten Zink. Außerdem wirken sie sensationell wohltuend und heilend auf Harnwege, Blase und Prostata, sodass sogar Urologinnen und Urologen dazu raten, täglich Kürbiskerne zu knabbern, um Probleme zu beheben oder im Vorfeld zu verhindern.

Na, habt ihr Lust auf heimisches Superfood bekommen? Wir hoffen, dass euer Speiseplan durch eine Menge dieser regionalen und biologischen Powerpakete angereichert ist! Erhältlich sind die gesunden Genüsse natürlich hier: City Guide

Wer auf den Geschmack dieser kleinen und großen Kraftwerke gekommen ist, der darf sich auf einen unserer nächsten Artikel freuen, denn wir spüren weiteren würdigen Vertretern des Superfoods nach!

Fällt euch Superfood ein, das ihr gerne auf unsere Liste hättet? Habt ihr vielleicht sogar schmackhafte Rezepte, die ihr mit unserer Leserschaft teilen wollt? Dann freuen wir uns über Zusendungen an info@graz-isst-graz.at – bis dahin: Knabbert euch gesund und vital!

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