Superfoods einfach & regional

Mit ihrem Buch „Superfoods einfach & regional“ rückt Ernährungswissenschafterin Andrea Fičala heimische Lebensmittel ins Rampenlicht, die durch ihre hohe Konzentration an gesunden Nährstoffen und ihren wunderbaren Geschmack glänzen. 80 saisonale, vegetarische Rezepte mit heimischen Kraftspendern sind darin enthalten, die mit wenigen Zutaten maximalen Genuss bieten.

Für Graz isst Graz hat Andrea Fičala einige Fragen rund um Superfood und ihr Buch beantwortet:

Andrea Ficala
Foto: Sonja Priller

* Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Buch über Superfood zu schreiben?
Das war ein Zusammentreffen mehrerer glücklicher Umstände. In meinem Arbeitsfeld der nachhaltigen Ernährung waren Regionalität und Trends schon immer ein Schwerpunkt. Gleichzeitig gefiel mir nicht, mit welchen Argumenten viele der exotischen Superfood-Produkte angepriesen wurden, obwohl sie etliche Transportkilometer am Rücken trugen und es immer wieder auffällige Ergebnisse bei den Rückstandsmessungen von Pflanzenschutzmitteln oder Mineralölen gab. Ich wollte mich auf die Suche machen nach den besseren Superfoods – denen, die vor unserer Haustüre wachsen. Und dieses Projekt konnte ich dann mit dem Löwenzahn-Verlag auch umsetzen.

* Was macht „Food“ zu „Superfood“?
Superfoods sind Lebensmittel, die pro 100 g einen besonders hohen Nährstoffgehalt haben, insbesondere Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe oder Ballaststoffe. Gleichzeitig sind sie im besten Fall kalorienarm. Sie sind das Gegenteil vom klassischen, qualitativ minderwertigen Fast-Food-Burger, der uns viele Kalorien, aber nur wenig gesundheitsfördernde Stoffe liefert. Wobei auch ein selbstgemachter Burger ein gesundes und nachhaltiges Produkt sein kann, wenn wir auf die Qualität und Herkunft der Zutaten achten.

* Warum lohnt es sich auch bei Superfood, auf Regionalität zu achten?
Wir sparen Transportwege und können auf frische Produkte im Jahresverlauf zurückgreifen, die uns genau das liefern, was wir in unserer Gegend brauchen. Ich finde die Theorie spannend, dass wir mit den regionalen Produkten die Partikel aus dem Boden und der Luft aus unserer Gegend aufnehmen, unser Immunsystem damit auch genau mit diesen Stoffen vertraut ist und so vielleicht Allergien und Unverträglichkeiten vorgebeugt werden kann. Hier gibt es allerdings leider noch kaum wissenschaftliche Ergebnisse.

* Du plädierst für den „Clean Eating“-Ernährungsstil – worauf gilt es dabei zu achten?
Die Clean-Eating-Bewegung hat sinnvolle Anknüpfungspunkte. Mir gefällt besonders die Idee der reduzierten, einfach umsetzbaren Rezepte und das Selberkochen mit möglichst frischen Zutaten und das mit hohen pflanzlichen Anteilen. Weniger toll finde ich den Hype um Green Smoothies aus angerührtem Pulver.

* Kann man „den Regenbogen essen“?
Unbedingt! Wenn wir uns die Farbenpracht im Laufe eines Gartenjahres ansehen, gibt es eine so tolle Farbenvielfalt, an der wir uns mit Hilfe des Regenbogens orientieren können. Je mehr Farben wir auf unseren Tellern haben, umso abwechslungsreicher ist unsere Ernährung. Hier zählen klarerweise nur natürliche Farben, keine zusätzlich gefärbten.

* Verrätst du uns dein Lieblingsrezept aus deinem Buch?
Das fällt mir fast ein bisschen schwer, mich zu entscheiden, weil einige Rezepte aus dem Buch tatsächlich zu meinen privaten Lieblingen zählen, die in meinem Küchenalltag regelmäßig gekocht werden. Aber wenn mich spontan entscheiden müsste, dann wäre es der Spinatsalat mit Ziegenkäse und Erdbeeren, weil ich diese Kombination großartig erfrischend finde und ich gerade nicht genug bekommen kann von frischen Beeren.

Superfoods einfach und regional
Foto: Löwenzahn Verlag

SAVE THE DATE: Am 26. August ist Andrea Fičala mit ihrem Buch „Superfoods einfach & regional“ bei unserem Green Brunch zu Gast! Hier habt ihr die Gelegenheit, euch mit ihr auszutauschen und auch gleich ein Exemplar mit nach Hause zu nehmen.

Alle Details zum Buch findet ihr auf der Website des Löwenzahn Verlags!

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